Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Selten wie ein Feiertag

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Wieder wird es Weihnachten" von Barbara Stöckl, Autorin, TV- und Radiomoderatorin Der Advent ist eine gute Zeit, um der Frage nachzuspüren, was das Weihnachtsfest für uns heute bedeuten kann. Gerade in einer Zeit der Verunsicherung, der Angst, der Anspannung, einer Zeit zunehmender Polarisierung. "Ich bin davon überzeugt, dass es darauf ankommt, die "Zeichen der Zeit" wahrzunehmen und zu deuten. Ob wir ihnen mit Offenheit begegnen, und ob es uns gelingt, neben den Risiken noch mehr Chancen zu erkennen" sagt die TV-Journalistin und Autorin Barbara Stöckl. "Auch die Weihnachtsgeschichte schildert eine radikale Veränderung in einer unsicheren Zeit. Den Herrschenden hat diese Veränderung Angst gemacht, Herodes reagierte mit Massenmord. Die Hirten waren es und die Weisen aus der Fremde, die offen dafür waren, die Zeichen in einem göttlichen Sinn zu deuten! Mögen uns auf uns zukommende Veränderungen nicht Angst machen!" Wie kann es also gelingen, trotz äußerer Störfaktoren in einer liebevollen Grundhaltung achtsam zu sein und immer wieder, auch im Alltag, "Weihnachtswunder" wahrzunehmen? - Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Renate Burtscher. Von applaussüchtigen Hunden, einer Erinnerung an Horowitz, eine Eintragung in ein Gästebuch und Simone de Beauvoir kriecht unter den Schreibtisch Seit fast 40 Jahren ist der Literaturkalender auf dem Markt, ein sogenannter Longseller, seit vier Jahren erscheint er in der edition momente. Jedes Jahr widmet sich dieser Kalender mit Bildern und autobiografischen Texten einem Thema aus dem Leben von Autorinnen und Autoren der Weltliteratur, sehr sorgsam ausgewählte Fundstücke aus Briefen und Erinnerungen, er macht auch aufmerksam auf unbekannte Autorinnen und Autoren, diesmal lautet das Jahresmotto 22 "Momente der Erinnerung".

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Sandra Papes von der Umweltberatung spricht über die Herstellung und Verwendung von Naturseifen. Teil 3: Farbe und Duft Wer sich wäscht, will sauber sein. Womit allerdings, da scheiden sich die Geister. Die einen bevorzugen feste Seifen, die anderen flüssige Duschgele. Und beide Produkte sollen möglichst natürlich sein. Das heißt: keine synthetischen Duft- und Farbstoffe und keine synthetischen Konservierungsmittel. Die Zutaten sind mineralölfrei, die Kulturen nicht mit Pflanzenschutzmitteln und der Boden nicht mit mineralischem Dünger behandelt. Die für die Verseifung notwendigen Fette stammen beispielsweise aus Oliven-, Mandel-, Jojobaöl oder Kakaobutter. Oder auch aus Talg und Schmalz. Sobald Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid mit Wasser vermischt wird, entsteht eine Lauge. Diese Lauge wird langsam zum erwärmten Fett hinzugerührt. Daraus entsteht Seifenleim - die reinigende "Ursuppe". Welche Farben, Düfte und Reibmittel dann in den Seifenleim gemischt werden, bleibt den Seifensiederinnen und Seifensiedern selbst überlassen. Von Lavendel- und Rosenblüten über Kaffeebohnen bis zum Mohnkörnern reicht die Palette. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Follow me: Wie politisch ist das Persönliche?

Stories von und mit jungen Menschen (3). Gestaltung: Hannah Horsten, Julia Jesch, Nicholas Ivansits, Fabiola Noll, Luna Rhageb, Melissa Erhardt *Policy in Persona*: "Halbes Migrant_innenkind aus Favoriten am Sammeln von Lebensweisheiten" schreibt Jasmin Chalendi in ihrer Biografie. Auf ihren Social-Media-Accounts berichtet die Politologin und ehemalige Vorsitzende der ÖH Uni Wien über Themen wie Liebe, Mental-Health und Diskriminierung. Wie politisch ist das Persönliche, fragt *Julia Jesch*. *Politikaktionen per Touchscreen. Ist das schon Aktivismus?* Unter dem Hashtag #FreeBritney setzten sich Fans dafür ein, die Popstar-Ikone von den auferlegten Einschränkungen ihres Vaters zu befreien. 2021 setzte ein Gericht die Vormundschaft ab. Eine Freiheit, die Britney Spears ihrer Internet-Crowd verdankt? *Luna Ragheb und Hannah Horsten* suchen nach Politaktionen, die es vor 30 Jahren so nicht gegeben hätte. 2020 reservierten K-Pop Fans Tickets auf TikTok für eine Rally des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, kreuzten dort jedoch nie auf. Das Ergebnis? Eine Menge leere Sitzplätze bei der Veranstaltung. *Überzeugungen leben - Wie radikal müssen wir sein, um etwas zu verändern?* In Zeiten von social media ist es recht leicht ein politisches Zeichen zu setzen. Ein schwarzes Quadrat posten, darunter # blackouttuesday und Zack ist man politisch aktiv. Oder nicht? Manche Menschen widmen ihr ganzes Leben ihren politischen Überzeugungen. Und dazu gehört wohl mehr als social media. Von Klimaschutz über Rassismusbekämpfung bis zum europäischen Jugendparlament: Junge Menschen erzählen *Julia Jesch und Fabiola Noll* mit welchen Methoden sie die Welt verändern wollen, was sie sich von ihrer Generation wünschen und wie sie mit Frustration umgehen. *Zug nach Glasgow - Reportage zur UN-Klimakonferenz* Von 31.Oktober bis 12. November 2021 findet die COP-26, die 26. UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow statt. Mit dabei: die Jugenddelegierten der österreichischen Delegation. Wie fühlt es sich an, live dabei auf einer Konferenz zu sein, auf der wichtige Entscheidungen über die eigene Zukunft getroffen werden, man selbst aber nur am Rande mitreden darf? Bekommt man Hoffnung, dass das Ruder noch herumgerissen wird oder verliert man sie eher? Und woher nimmt man dennoch die Motivation mit dem Zug anzureisen, während alle anderen mit (Privat)Fliegern in Glasgow landen? Hannah Horsten ist mitgefahren und erzählt von ihren Eindrücken. *Radikale Vielfalt: Wir, die Postmigrant/innen* Seit jeher ist die Herkunftsfrage eng mit der Integrationsfrage verknüpft: Ein/e "gute/r Migrant/in" ist, wer die Sprache spricht, arbeitet oder etwas für die Gesellschaft leistet. Doch wie sinnvoll ist das Konzept der Integration in einer postmigrantischen Gesellschaft wie Österreich, in der mittlerweile jede/r Vierte einen sogenannten Migrationshintergrund hat? Der deutsche Publizist Max Czollek fordert stattdessen eine "radikale Vielfalt": Einen Raum, "in dem man ohne Angst verschieden sein kann". Wie diese Idee in der Realität ausschauen kann und bereits ausschaut, darüber berichtet *Melissa Erhardt*.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Hans Georg Nicklaus. Kammerchöre aus Österreich, Deutschland und England im Vergleich Dass Singen für unsere psychische und physische Gesundheit gut sei, wurde in den vergangenen Jahren in vielen Büchern und Studien immer wieder behauptet. Da wir beim Singen im Chor eine innige Beziehung zu den anderen Chormitgliedern aufbauen, würde schon nach dreißig Minuten Chorgesang unser Gehirn Oxytocin, das sogenannte Kuschel- oder Bindungshormon produzieren, welches unser Wohlbefinden und Vertrauen zu anderen Menschen steigert. Mag sein, dass diese Reaktionen unseres Körpers messbar sind, aber ist es dabei egal, welche Musik man singt, und wie gut das Zusammenspielt der Stimmen im Chor funktioniert? Und: entsteht dieser Effekt auch beim Hören von Chormusik? "Ausgewähl"t unternimmt einen Streifzug durch Aufnahmen von Kammerchören (also jenen durchschnittlich 24 bis 36 Stimmen umfassenden kleineren Chorformationen) aus Österreich, Deutschland und England, mit Werken von Robert Schumann über Benjamin Britten bis Hubert von Goisern.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Das Geheimnis". Von Isaac Bashevis Singer. Aus dem Englischen von Ellen Otten. Es liest Otto David Eines Tages erscheint eine zerbrechliche alte Dame bei Isaac Bashevis Singer und erzählt ihm die Geschichte ihres Lebens, das bislang streng gehütete Geheimnis ihres Lebens. Isaac Bashevis Singer wurde 1904 in Radzymin (Polen) geboren und wuchs in Warschau auf. Er erhielt die traditionelle jüdische Erziehung und besuchte ein Rabbinerseminar. Mit zweiundzwanzig Jahren begann er Gedichte zu schreiben, zunächst auf hebräisch, dann auf jiddisch. 1935 emigrierte er in die USA. Im Jahr 1978 wurde ihm für sein Gesamtwerk der Nobelpreis für Literatur verliehen. Singer starb 1991 in Surfside, Florida. Gestaltung: Ilse Falk Präsentation: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Im Innersten Von Kerstin Tretina Gestaltung: Stephan Pokorny Vermutlich seit Jahrtausenden werden sie von Menschen in unterschiedlichsten Kulturkreisen geschildert: Erfahrungen des Einsseins mit der göttlichen oder höchsten Wirklichkeit, Erfahrungen der Ergriffenheit, der Erleuchtung. Mystische Elemente spielen in den spirituellen Wegen aller Traditionen eine Rolle, durch die Religionsgeschichte hindurch einmal mehr und einmal weniger, je nach soziokulturellem, historischem Kontext. Die vier Folgen aus der Ö1-TAO-Reihe "Im Innersten - Mystik in den Religionen", die auf dieser Produktion der Edition Ö1 zu finden sind, rücken je eine religiöse Tradition in den Mittelpunkt: Judentum, Christentum, Islam, indische Religionen. Sie sollen nicht nur Einblicke in heute mitunter oft versteckte spirituelle Traditionen geben, sondern auch zum Nachdenken und Überdenken von konstruierten religiösen Gegensätzen und Feindbildern anregen.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Daniela Knaller. Solo-Debüt-CD von Olga Reiser Dass die Querflöte auch ein formidables Soloinstrument ist und nicht nur im Orchester "mitspielt", stellt die in Russland geborene und in Wiesbaden lebende Olga Reiser auf ihrer Solo-CD "Flute Tales" vielfältig unter Beweis. Die fürs Album ausgewählten Werke spiegeln Ereignisse und Erlebnisse aus ihrem Leben von Studienzeiten bis ins Jetzt. Dabei lädt Reiser mit ihrem virtuosen Spiel zu einer Reise quer durch die Musikgeschichte: Claude Debussy, Eugène Bozza, Johann Sebastian Bach, Arthur Honegger sind auf dem Album vertreten, ebenso wie Astor Piazzolla, Ian Clarke, Tilmann Dehnhard und Greg Pattillo. Auch eine Eigenkomposition von Olga Reiser findet sich darauf. Das ihrem Vater gewidmete Stück "For Dad", bei der auch die Loopstation der Solistin zum Einsatz kommt.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Zum 75. Geburtstag von José Carreras Dem Vernehmen nach war diesen September keine Vorstellung an der Wiener Staatsoper so schnell ausverkauft wie der Abschiedsabend von José Carreras. Nie sind die Bande zwischen dem nun 75jährigen Tenor und seinen von seiner Stimme ("wie Giuseppe di Stefano an Sonntagen", Jürgen Kesting 1976), seiner spontan-"ehrlichen" Ausstrahlung, seiner so sympathischen Erscheinung angerührten Fans zerrissen - Beleg dafür, wie tief der Eindruck war, den Carreras als Rodolfo, Alfredo, Don Carlo, Cavaradossi, Don José hinterließ. Die "Wogen des Wohllauts" in dieser Ungebrochenheit brachte in den späten 1980er Jahren eine tückische Leukämie-Erkrankung, die José Carreras nur um ein Haar und wie durch ein Wunder überlebte, zum Verstummen; die aus der Situation heraus geborenen "Drei-Tenöre"-Konzerte mit Plácido Domingo und Luciano Pavarotti leiteten dann eine gedämpftere zweite Karriere ein, die aber zwischen Verdis "Stiffelio" und Wolf-Ferraris "Sly" doch auch noch Opernauftritte für den seine Kunst nun in den Dienst des Karitativen stellenden Sängers bereithielt.

15.30 Uhr
Moment

Wie aus einer Begegnung am Matterhorn eine private und berufliche Partnerschaft wurde. Die Wanderführer-Autoren Luise und Günter Auferbauer Am Freitag 29. Juli 1960 waren Luise und Günter unabhängig voneinander mit zwei Bergsteigergruppen aus Graz auf dem Weg zum Gipfel des Schweizer Matterhorns. Als sich ihre Wege erstmals kreuzten, nahm Günter von Luise keine Notiz. Doch als sich die beiden Gruppen am Abend wiedersahen, erkundigte er sich, wo der dritte Mann der anderen Gruppe verblieben sei. Es stellte sich heraus: es war eine Frau, seine spätere Lebensgefährtin und Autorenkollegin Luise. "Am Matterhorn war sie regelrecht vermummt, erst nach ihrer Demaskierung erkannte ich sie", erinnert sich der heute 81-Jährige. Inzwischen sind die beiden seit fünfeinhalb Jahrzehnten verheiratet und haben gemeinsam rund 50 Wander-, Rad- und Skitourenführer durch die österreichischen Alpen publiziert. Gestaltung: Jonathan Scheucher Moment-Echo: Jana Wiese

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Paul Schiefer sitzt Rudi im Journalstudio gegenüber und erzählt, was diese Woche in Österreich, Europa und der Welt geschehen ist. Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Unterschiede zwischen Stadt und Land Gestaltung: Sabine Nikolay Woran erkennen wir eigentlich, wo wir sind? Martina Schorn unterrichtet am Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien. In ihr Spezialgebiet gehört auch die Erforschung von Städten und Regionen auf dem Land - und wie und woran wir diese Gegenden erkennen. Befinden wir uns in der Stadt oder doch in einem kleinen Dorf auf dem Land? Steht man in einer Großstadt in einem schattigen Park, kann man den Unterschied vielleicht nicht benennen. Und wenn man in einer ländlichen Region ausgerechnet auf dem Parkplatz der einzigen Fabrik weit und breit gelandet ist, kann man auch nicht gleich sagen, ob man in einer Stadt oder auf dem Land ist. Gibt es eindeutige Unterschiede zwischen Stadt und Land? Und wenn ja, welche?

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. "Recordings of Now": Das Klagenfurter Lockdown-Projekt "Recordings of Now" wurde das Projekt genannt, mit dem man in Kärnten schon im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 den Auswirkungen auf die Musikszene entgegentreten und ein aktives Ausrufezeichen setzen wollte. In der Villa for Forest in Klagenfurt wurde dafür eigens ein Tonstudio eingerichtet, in dem sich Sänger/innen und Instrumentalist/innen die Klinke in die Hand gaben. Die so entstandene Doppel-CD ist nichts weniger als eine hochinteressante Bestandaufnahme der Kärntner Jazz-, Pop- und Folkszene. Neben bekannten Größen wie Oliver Welter, Wolfgang Puschnig, Klemens Marktl und Tonc Feinig, sind auch viele Musiker/innen mit dabei, die außerhalb Kärntens noch zu wenig bekannt sind. Kärnten is now!

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

zum 80. Jahrestag am 7.12.1941: Der Angriff auf Pearl Harbor mit: Rolf Steininger, Zeithistoriker und Publizist Gestaltung: Robert Weichinger Der japanische Angriff auf den US-Navy Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii am 7. Dezember 1941 führte zum Kriegseintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg. Neuere Untersuchungen ergaben, dass die US-Geheimdienste über die Pläne Japans informiert waren, allerdings wussten sie nicht, wo die Japaner zuschlagen würden. Mit dem Angriff auf Pearl Harbor hatte dort niemand gerechnet. Der Überraschungsangriff wurde von der amerikanischen Bevölkerung als verheerender, nicht provozierter Überraschungsangriff ohne Kriegserklärung aufgefasst. Am 8. Dezember erklärten die USA Japan offiziell den Krieg. Als drei Tage später Nazideutschland den USA den Krieg erklärte, war die Welt endgültig in zwei entgegengesetzte Lager gespalten.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Bestandsaufnahme nach der umstrittenen Entscheidung zum Stopp zahlreicher Straßenprojekte. Gestaltung: Christoph Danninger Die grüne Umweltministerin hat sich durchgesetzt und den Bau des heftig diskutierten Lobautunnels in Wien sowie weitere große Straßenbauprojekte in Österreich gekippt. Leonore Gewessler beruft sich bei ihrer Entscheidung vor allem auf den Klimaschutz. Ein weiteres Argument ist selbst für Kritiker ihres Vorgehens nachvollziehbar: Straßenbau bedeutet weitere Bodenversiegelung und gefährdet Flora sowie Fauna - möglicherweise auch den Wasserhaushalt. Ob der Ausbau von Straßen zu weniger Staus und damit einer Entlastung von Mensch und Natur führt, ist auch bei Verkehrsexperten mehr als umstritten. Die Vergangenheit zeigt: Neue Straßen ziehen auch zusätzlichen Verkehr an. Österreich hat eines der dichtesten Straßennetze in Europa, trotzdem versinken ganze Regionen regelmäßig im Verkehrschaos. Soll also der Neubau von Straßen noch Zukunft haben, auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten? Und wer weint heute noch abgesagten Mega-Projekten wie einer Brücke, einem Damm über den Neusiedlersee oder der Ennsnahen Trasse in der Obersteiermark nach?

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Der Arbeitsmarkt als "natürliches" Experiment. Von Marlene Nowotny Gesetzlich festgelegte Mindestlöhne gehören zu den großen Streitpunkten der Wirtschaftspolitik: Die einen wollen damit Ausbeutung und Lohndumping verhindern, die anderen befürchten das Abwandern ganzer Branchen in Billiglohnländer und einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Ein Dissens, der auch die Wirtschaftswissenschaften fordert. Groß angelegte Experimente, in denen ein Teil der Beschäftigten Mindestlöhne erhält und der andere Teil nicht, wären wohl aus Sicht der Probandinnen und Probanden untragbar. Den diesjährigen Preisträgern des Preises der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften im Gedenken an Alfred Nobel ist es gelungen, diese Pattstellung zu umgehen. Die Arbeitsökonomen David Card, Joshua Angrist und Guido Imbens konnten Methoden entwickeln und anwenden, um Vorgänge am Arbeitsmarkt zu analysieren und die kausalen Zusammenhänge in nicht-naturwissenschaftlichen Disziplinen aufzeigen. Neben Mindestlöhnen gehören auch die Auswirkungen von Zuwanderung oder Bildungsmaßnahmen auf den Arbeitsmarkt zu ihren Forschungsschwerpunkten.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Mitglieder des RSO Wien: Ursula Pichler-Nikolov, Flöte; Anaïs Tamisier, Violine; Jue-Hyang Park, Violine; Martin Edelmann, Viola; Raffael Dolezal, Violoncello; Johanna Zachhuber, Mezzosopran. Vilma von Webenau: Sommerlieder für Streichquartett und eine Sprechstimme * Hugo Wolf: Mörike-Lieder (Arrangement: Stefan Heucke) * Erwin Schulhoff: Tri skladby für Mezzosopran, Flöte, Viola und Violoncello * Alexander Zemlinsky: Streichquartett Nr. 1 A-Dur op. 4 (aufgenommen am 15. November im Arnold Schönberg Center in Wien). Präsentation: Eva Teimel Im Jahr 1898 nahm Vilma von Webenau den Unterricht als erste Schülerin Arnold Schönbergs auf. Ihre Stücke für Streichquartett sind lyrische Impressionen, die inspiriert von sommerlichen Blumen Dichtung und Musik verknüpfen. Aus einer anderen Perspektive wird diese Verbindung in den Liedern von Hugo Wolf und Erwin Schulhoff erkundet. Das erste Streichquartett von Schönbergs Freund und Schwager Alexander Zemlinsky beschließt das Konzert mit großem, geradezu symphonischem Bogen. (Arnold Schönberg Center)

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Ich habe immer schon geschrieben!" Renata Schmidtkunz im Gespräch mit dem Schriftsteller Bernhard Schlink. Er ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftsteller der Gegenwart: Bernhard Schlink. Ende Oktober ist sein zehnter Roman erschienen: "Die Enkelin". Darin beschäftigt sich Schlink mit dem Erbe der DDR und der neuen rechten Bewegung in Deutschland. Schlink, der 1944 in Bielefeld als Sohn eines evangelischen Theologen-Paares zur Welt kam, war über Jahrzehnte Professor für öffentliches Recht. Zuletzt hatte er von 1992 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2009 einen Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Seine schriftstellerische Karriere begann 1987 mit einer Krimi-Trilogie. Der literarische Durchbruch folgte 1995 mit dem Roman "Der Vorleser". Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz spricht Bernhard Schlink über die Schwierigkeiten der deutschen Einheit, das Erstarken der politischen Rechten und das Schreiben als Quelle seines Lebens.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Dave Brubeck Trio Live at the Wiener Konzerthaus, 1967 Gestaltung: Stephan Pokorny Am 12. November 1967 gastierte Dave Brubeck im Rahmen der letzten Europa-Tournee des Dave Brubeck Quartet in einer unerwarteten Formation in Wien: Gemeinsam mit Kontrabassist Eugene Wright und Schlagzeuger Joe Morello, jedoch ohne Saxophonist Paul Desmond, absolvierte er zwei Konzerte im Konzerthaus, deren eines in einer Aufnahme seither im ORF-Archiv lagert.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Follow me: Wie politisch ist das Persönliche? Stories von und mit jungen Menschen (3). Gestaltung: Hannah Horsten, Julia Jesch, Nicholas Ivansits, Fabiola Noll, Luna Rhageb, Melissa Erhardt

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

musikprotokoll 2021. tingles clicks, die Installation Während der Corona-Pandemie wurden viele Kunstprojekte aus dem physischen Raum ins Internet verlagert, um in der öffentlichen Wahrnehmung präsent zu bleiben. Das ORF musikprotokoll im steirischen herbst ging mit "tingles clicks" den umgekehrten Weg: 2020 wurde es als Online-Arbeit konzipiert, zur heurigen Festivalausgabe wurde das Projekt nun als interaktive Installation im Grazer MUMUTH realisiert. Die verlorene Körperlichkeit stand im Zentrum. Die Besucher/innen bewegten sich auf Rollbrettern liegend durch die vier mal vier Meter großen Felder der Soundlandschaften. Dabei wurden sie von einem Trackingsystem erfasst, um mit den virtuellen Soundobjekten interagieren zu können. Astrid Schwarz ist durch die Installation gerollt und hat Klangumgebungen von Andrea Sodomka, Svetlana Mara?, Marco Donnarumma, Natasha Barrett, Karlheinz Essl (UA), Martina Claussen (UA) und dem Kollektiv von Lain Iwakura, Korin Rizzo, Leonie Strecker und Nico Mohammadi (UA) erkundet. Gestaltung: Astrid Schwarz

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten