Features im Radio

Features

Mittwoch 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Nichts bleibt wie zuvor? Philosophie des Umbruchs Alles fließt? Das Weltbild des antiken Denkers Heraklit Das Kalenderblatt 8.12.1921 "Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte" Von Xaver Frühbeis . Nichts bleibt wie zuvor? - Philosophie des Umbruchs Autorin: Karin Lamsfuss / Regie: Irene Schuck Epochale Umbrüche gab es schon immer in der Menschheitsgeschichte. Oft waren sie durch Not und Leid ausgelöst. Seit einiger Zeit aber scheint es, als drehe sich das Rad immer schneller. Pandemie, Flutkatastrophe, Erderwärmung, Waldbrände. Alle Katastrophen haben gemeinsam: Sie sind menschengemacht, und sie haben alle mit der Illusion zu tun, die Natur beherrschen zu können. Bisher hatten diese Krisen keine tiefgreifenden Konsequenzen. Weder im Privatleben, noch in der Politik. Einschränkung, Verzicht und Reflektion über ein überholtes Naturverständnis hatten bisher keinen Platz. So ließ der große Umbruch auf sich warten. Stehen wir jetzt an der Schwelle? Damit aus lokalen Tragödien eine wirklich durchgreifende, globale Bewegung wird, braucht es nicht weniger als die Kombination aus einem neuen Geist und weiteren schmerzhaften Ereignissen. Ohne die geht es offenbar nicht. Alles fließt? - das Weltbild des antiken Denkers Heraklit Autor: Michael Conradt / Regie: Christiane Klenz "Es ist unmöglich, zweimal in denselben Fluss zu steigen." Denn beim zweiten Mal ist es schon nicht mehr dasselbe Wasser, und auch man selbst ist nicht mehr der, der man beim ersten Mal war. Mit diesem berühmten Beispiel veranschaulicht der antike Philosoph Heraklit (ca. 550-480 v. Chr.) sein Bild einer dynamischen Welt, in der alles im Fluss ist. Sie besteht aus Gegensätzen wie Tag und Nacht, Sommer und Winter oder heiß und kalt. Diese Gegensätze bekämpfen einander, schlagen ineinander um und bilden letztlich in ihrem Kreislauf doch das harmonische Ganze einer gut geordneten Welt. Mit diesem dynamischen Weltbild wurde Heraklit einer der einflussreichsten Denker der Philosophiegeschichte. BR 2013 Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Dagestan - Zwischen Trend und Tradition

Mittwoch 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Finsternis und Kreativität Eine unterschätzte Perspektive Das gewaltige Dunkel Eine Kulturgeschichte der Nacht Das Kalenderblatt 8.12.1921 "Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte" Von Xaver Frühbeis . Finsternis und Kreativität - eine unterschätzte Perspektive Autorin: Mechthild Müser/Regie: Christiane Klenz Licht und Finsternis beeinflussen Menschen stark, doch die Möglichkeiten, die die Dunkelheit bereithält, werden noch zu wenig gesehen. Wissenschaftler erforschen deshalb, wie hell Bürolicht sein darf, damit es die Kreativität nicht stört; Manager begeben sich mit ihren Mitarbeitern in total abgedunkelte Räume, um innovative Lösungen für Firmenprobleme zu finden; Dichter und Maler lassen sich von Dämmerung und Mondlicht inspirieren. Menschen fühlen sich nachts freier und entspannter, nicht nur, weil die Aufgaben des Tages erledigt sind und die Hektik vorüber ist, sondern auch, weil die Dunkelheit ihr Gemüt in einen anderen Zustand versetzt, sobald die Erde sich in den Schatten dreht. Die Welt zeigt ein anderes Gesicht, die getaktete Zeit verliert ihre Bedeutung, das Rationale tritt in den Hintergrund. So kann sich ein anderes Potential entfalten als tagsüber. Der größte Teil der menschlichen Wahrnehmung läuft über die Augen. In der Finsternis schärfen sich die übrigen Sinne und erweitern den Zugang zu sich selbst - und zu anderen. Das gewaltige Dunkel - eine Kulturgeschichte der Nacht Autorin: Carola Zinner/Regie: Eva Demmelhuber "Aber die Nacht hüllt ein in gewaltiges Dunkel den Erdball": Die Zeiten sind längst vorbei, in der die Dichter - in diesem Fall der Römer Lukrez - die ganz große Dunkelheit besingen konnten. Das elektrische Licht, milliardenfach entflammt, hat es aus großen Teilen der Welt vertrieben. Die Sehnsucht des Menschen nach Helligkeit ist verständlich, schließlich ist in der Dunkelheit der Nacht seine Sehfähigkeit reduziert auf Schwarz-weiß. So wurde die Nacht auch im übertragenen Sinne zum "dunklen" Teil des Tages, an dem Geister und todbringende Unholde unterwegs waren und wo all das geschah, was nicht ans Licht kommen durfte: Verbrechen, Verschwörungen, Betrug und heimliche Stelldicheins. Mittlerweile aber ist die Aufhellung und damit das Verschwinden der Nacht so weit fortgeschritten, dass man von "Lichtverschmutzung" spricht und die Dunkelheit zurückfordert. Und auch das ist kein Wunder, denn die Nacht hat kostbare Seiten. Sie gilt von alters her als Zeit der Liebe und gleichzeitig der Ruhe; als jene Phase, in der der Mensch nach den Turbulenzen des Tages zurückkehrt zu sich selbst, um die verborgenen Seiten seiner Seele zu erleben und irrationale Wahrheiten zu erfahren. BR 2011 Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 19:00 Uhr rbb Kultur

Feature

Die Vollbluttänzerin  Sighilt Pahl Von Nathalie NadAbonji Regie: Nathalie NadAbonji DDR, 1957. Sighilt, ein schüchternes Mädchen aus Eberswalde, darf an der Staatlichen Ballettschule Berlin vortanzen und wird aufgenommen. Ihre Freude ist riesig. Dass sie später einmal als Solistin des berühmten, schwedischen Cullberg Balletts das Publikum auf der ganzen Welt begeistern wird, ist damals noch undenkbar. Ebenso, dass sie den renommierten Opernregisseur Götz Friedrich heiraten und mit ihm in den Westen fliehen wird. Heute ist Sighilt Pahl 76 Jahre alt, unterrichtet junge Tänzerinnen und Tänzer weltweit und blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Neben ihrer unermüdlichen Energie und großen Neugier, gehört eiserne Disziplin zu ihren herausragenden Eigenschaften. Diese Disziplin hilft ihr auch, mit dem alternden Körper und ihren Herzrhythmusstörungen zurechtzukommen. Als es Sighilt immer schlechter geht, raten ihr Ärzte zu einer Herzoperation. Doch es kommt zu Komplikationen.

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

NS-Raubkunst aus der Ukraine Warum den Deutschen die Rückgabe so schwerfällt Von Sabine Adler Geplünderte Gemäldegalerien und Bibliotheken, abgeräumte Sockel von Denkmälern. Alles Wertvolle, Erbauliche, Geschichtliche weckte die Habgier der deutschen Besatzer. Wo sie nicht raubten, zerstörten sie. Den allergrößten Verlust erlitt damals die Ukraine. Zwei Drittel der Kunstschätze, Gemälde, Skulpturen, Bücher und Handschriften wurden allein in der ehemaligen Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik gestohlen bzw. vernichtet. In Eisenbahnwaggons transportierten die Okkupanten Exponate und Artefakte Richtung Deutschland. Vieles ließen die Offiziere und Soldaten auch privat mitgehen. Nach dem Krieg wurde nur ein Bruchteil der ukrainischen Kunstschätze gefunden und zurückgegeben. Und nur ab und zu tauchen auf internationalen Auktionen Bilder auf, die in Kiew, Charkiw oder Dnirpo seit langer Zeit vermisst werden. Wie "Iwan der Schreckliche", der nach 80 Jahren vor Kurzem in die Ukraine zurückkehrte. Oder die Zarenurkunde, die Jahrzehnte lang die Wände der Universität Tübingen zierte und nun wieder in Kiew hängt.

Mittwoch 22:00 Uhr MDR KULTUR

Grau - Vom Siegeszug einer Nicht-Farbe

von Jörg Wunderlich (Ursendung) Fassaden, Autos, Möbel oder Kleidung - seit Jahren spielen graue Farbtöne eine bestimmende Rolle in Architektur, Design und Alltagswelten. Grau liegt im Trend und steht für Sachlichkeit und Neutralität, aber auch für Eleganz und Zeitlosigkeit. Während die Bildschirmwelten immer farbentoller erscheinen, entstehen im öffentlichen Raum immer mehr regelrechte Grauzonen. Ist dieser Trend zum Farbverzicht nun Ausdruck einer ästhetischen Verarmung oder Zeichen einer subtilen Farbkultur? Welcher Zeitgeist verbirgt sich hinter dieser führenden unbunten Modefarbe, und welche Rolle spielt das Grau in Sprache, Mythologie und Kulturgeschichte? Das Feature geht dem Phänomen GRAU auf den Grund. Es begibt sich an graue Orte im urbanen Raum und ist zu Gast im Farbarchiv eines Trendscouts, im Studio einer Farbpsychologin oder in einem japanischen Teehaus. Es befragt Forscher und Experten, Künstler und Philosophen über unser Verhältnis zu Farbe und Nicht-Farbe im Zeichen des Graus. Jörg Wunderlich, geboren 1970, studierte Bildende Kunst, Kulturwissenschaften und Journalismus in Berlin und Halle. Er ist als freier Journalist und Autor für verschiedene Rundfunkanstalten tätig. Außerdem arbeitet er als Onlineredakteur, Kurator und Kulturmanager. Für MDR FIGARO hat er zuletzt den Essay "Verfemter Meister der Burg Giebichenstein - Erwin Hahs" realisiert. Regie: Nikolai von Koslowski Produktion: MDR 2015 Sprecher: Hans-Peter Bögel - Sprecher Uta Simone - Zitatorin (56 Min.)

Mittwoch 22:30 Uhr HR2

Jazzfacts

What"s going on? - Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt | David Amram Der legendäre Jazzmusiker und Komponist David Amram (91) zu Gast in Frankfurt

Dienstag Donnerstag